Baudokumentation aus der Luft

Bauabläufe lassen sich nachträglich nur rekonstruieren, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt festgehalten wurden. Eine regelmäßige Befliegung liefert genau das: eine durchgehende, vergleichbare Bildreihe der gesamten Baustelle.

Die Aufnahmepositionen werden einmal definiert und bei jedem Termin identisch angeflogen. Dadurch entsteht eine Zeitreihe, in der sich Veränderungen direkt gegenüberstellen lassen.

Luftbild einer Baustelle zur Dokumentation des Baufortschritts

Typische Anlässe

  • Wöchentliche oder monatliche Fortschrittsdokumentation
  • Beweissicherung vor Baubeginn und bei Nachbarschaftsthemen
  • Nachweis verdeckter Leistungen vor Verfüllung oder Verkleidung
  • Aufmaßgrundlage für Erdmassen und Lagerflächen
  • Bildmaterial für Bauherrenberichte und Vermarktung

Dokumentation als Risikovorsorge

Streit auf der Baustelle entsteht selten aus fehlendem Wissen, sondern aus fehlendem Beleg. Wann war der Untergrund verdichtet? Wie sah die Nachbarwand vor Beginn der Bohrpfahlarbeiten aus? Wie viel Aushub lag am Stichtag auf der Fläche? Wer diese Fragen nachträglich beantworten muss, ohne dokumentiert zu haben, verhandelt aus der schwächeren Position.

Eine wiederkehrende Befliegung schließt diese Lücke systematisch – nicht anlassbezogen, sondern turnusmäßig. Der Wert entsteht dabei gerade dadurch, dass auch dokumentiert wird, wenn nichts Auffälliges passiert: Erst die lückenlose Reihe macht einzelne Termine beweiskräftig.

Feste Positionen erzeugen Vergleichbarkeit

Wir legen zu Projektbeginn eine Handvoll Aufnahmepositionen fest – typischerweise vier Schrägansichten aus den Himmelsrichtungen plus eine Senkrechtaufnahme. Diese Positionen werden bei jedem Termin identisch angeflogen, mit gleicher Höhe, gleichem Winkel und gleicher Brennweite.

Das Ergebnis ist eine Zeitreihe, in der zwei Aufnahmen unmittelbar übereinandergelegt werden können. Baufortschritt, Materiallagerung und Geländeveränderung werden dadurch nicht nur sichtbar, sondern messbar.

Vom Bild zur Auswertung

Aus denselben Bilddaten entstehen ohne Zusatzflug maßhaltige Produkte: ein Orthofoto der Baustelle je Termin, ein Höhenmodell und daraus Volumendifferenzen zwischen zwei Terminen. Für Erdbau und Massenabrechnung ist das häufig der wirtschaftlich relevanteste Teil der Dokumentation.

Auf Wunsch liefern wir zusätzlich ein texturiertes 3D-Modell, das sich in Besprechungen als gemeinsame Diskussionsgrundlage nutzen lässt – gerade wenn Bauherr, Planer und ausführende Firmen nicht gleichzeitig vor Ort sein können.

Technik und Verfahren

Definierte Standpunkte
Gleiche Position, Höhe und Blickrichtung bei jedem Termin.
Orthofoto je Befliegung
Maßhaltige Draufsicht als Grundlage für Aufmaß und Planung.
Höhenmodell und Volumen
Auftrag und Abtrag zwischen zwei Terminen rechnerisch bestimmbar.
Strukturiertes Archiv
Ablage nach Datum, Position und Auswertungstyp, direkt weitergabefähig.

Was erkannt wird

Zeitreihe
Identische Perspektiven über die gesamte Bauzeit hinweg.
Orthofoto
Maßhaltige Draufsicht der Baustelle als Planungsgrundlage.
Beweissicherung
Datierte Aufnahmen des Zustands vor und nach kritischen Bauphasen.
Logistik
Übersicht über Lagerflächen, Kranstellungen und Baustellenverkehr.

Ablauf

  1. 01

    Setup

    Aufnahmepositionen, Intervall und Ansprechpartner festlegen.

  2. 02

    Turnus

    Befliegung zum vereinbarten Termin, unabhängig vom Baufortschritt.

  3. 03

    Aufbereitung

    Sortierung nach Datum und Position, Ableitung von Orthofoto und Modell.

  4. 04

    Bereitstellung

    Übergabe als Download-Paket, strukturiert nach Termin.

Ergebnis

  • Bildserien je Termin aus festen Positionen
  • Orthofoto der Baustelle je Befliegung
  • Optional 3D-Modell und Höhenmodell
  • Strukturiertes Archiv mit Datum und Georeferenz

Randbedingungen

  • Abstimmung mit der Bauleitung zu Sperrzeiten und Kranbetrieb
  • Flugfreigabe im Baustellenumfeld wird vorab geklärt
  • Termine wetterabhängig mit Ausweichfenster

Vorteile gegenüber konventionellen Verfahren

Nachweisbarkeit

Datierte Aufnahmen für Nachträge, Mängelfragen und Nachbarschaftsthemen.

Ein Datensatz, mehrere Zwecke

Bericht, Aufmaß und Vermarktungsmaterial aus derselben Befliegung.

Planbarer Aufwand

Fester Turnus mit kalkulierbaren Kosten statt einzelner Ad-hoc-Einsätze.

Was den Aufwand bestimmt

Wir kalkulieren objektbezogen. Diese Punkte beeinflussen den Umfang und damit den Preis:

  • Größe des Baufelds und Anzahl der Aufnahmepositionen
  • Intervall: wöchentlich, zweiwöchentlich oder monatlich
  • Projektlaufzeit und Gesamtzahl der Termine
  • Zusatzprodukte wie Orthofoto, Höhenmodell oder 3D-Modell
  • Kurzfristige Sondertermine außerhalb des Turnus

Einsatzgebiet

Baustellen in Dresden, Meißen, Radebeul, Freital und Pirna erreichen wir kurzfristig, was besonders bei wetterabhängigen Ausweichterminen zählt. Für Projekte in ganz Sachsen vereinbaren wir feste Turnustermine mit Ausweichfenster.

Häufige Fragen

In welchem Intervall sollte dokumentiert werden?

Im Rohbau hat sich ein wöchentlicher bis zweiwöchentlicher Rhythmus bewährt, im Ausbau ein monatlicher. Entscheidend ist ein gleichbleibender Turnus, damit die Reihe vergleichbar bleibt.

Sind Personen auf den Bildern ein Problem?

Wir richten Flughöhe und Perspektive so aus, dass Personen nicht identifizierbar sind, und unkenntlich machen, wo das nicht vermeidbar ist.

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