Gebäudehülle · 5 min
Fassadeninspektion mit Drohne statt Gerüst: worauf es ankommt
Ein Gerüst nur zur Begutachtung aufzustellen ist teuer und oft unverhältnismäßig. Für die Befundaufnahme ist die Befliegung in vielen Fällen die wirtschaftlichere Wahl.

Auflösung ist eine Frage des Abstands
Wie fein ein Riss erkennbar ist, ergibt sich aus Sensor, Objektiv und Abstand zur Fassade. Bei geringem Abstand sind Strukturen im Millimeterbereich sicher abbildbar.
Deshalb wird die Fassade in Bahnen mit konstantem Abstand abgeflogen. Nur so bleibt die Auflösung über alle Aufnahmen hinweg vergleichbar.
Was die Befliegung zeigt und was nicht
Erkennbar sind Risse, Putzabplatzungen, Bewuchs, offene Fugen, schadhafte Anschlüsse und optisch auffällige Durchfeuchtung. Thermografisch ergänzt kommen Hohlstellen und feuchte Bereiche hinzu.
Nicht erkennbar sind Eigenschaften, die eine Berührung erfordern: Haftzugfestigkeit, Hohlklang durch Abklopfen oder Materialproben. Dafür bleibt die Begutachtung vor Ort notwendig – dann aber gezielt an den identifizierten Stellen.
Aufbau einer brauchbaren Schadenskartierung
Sinnvoll ist eine Fassadenabwicklung je Gebäudeseite, auf der jeder Befund nummeriert verortet ist. Zu jeder Nummer gehört ein Detailbild und eine kurze Beschreibung mit Bewertung.
Diese Struktur lässt sich direkt in eine Ausschreibung übernehmen und macht Angebote unterschiedlicher Betriebe vergleichbar.
Häufige Fragen
Darf über einem Innenstadtgrundstück geflogen werden?
Mit entsprechender Betriebserlaubnis, Abstimmung und Einhaltung der Abstände in vielen Fällen ja. Die Genehmigungslage wird vor jedem Auftrag objektbezogen geprüft.
Wie wird der Datenschutz gewahrt?
Die Kamera wird auf das beauftragte Objekt gerichtet. Zufällig erfasste Personen oder Nachbarfenster werden nicht ausgewertet und bei Weitergabe unkenntlich gemacht.
Passende Leistung: Fassadeninspektion mit Drohne